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Populismus

Herkunft

Das Wort Populismus kommt von dem lateinischen Wort „populus“ und bedeutet „das Volk. Eine genaue Definition des Wortes gibt es nicht. Das Wort lässt sich beispielsweise auch in der Wissenschaft finden. Der politische Populismus, welchen wir hier erklären, ist mehr eine Art wie Politik betrieben wird. 

Populismus in der Politik

Populist*innen bezeichnen sich selbst als Vertreter*innen des Volkes. Indem sie „das Volk“ als homogene Masse bezeichnen und die individuellen Bedürfnisse und Wünsche jedes Einzelnen außer Acht lassen, ist es ihnen möglich, eine möglichst breite Masse anzusprechen. 

Der politische Populismus zeichnet sich dadurch aus, dass er die aktuelle Stimmung des Volkes aufnimmt und durch Provokation verschärft. Populist*innen dramatisieren die politische Lage und als Vertreter*innen des „einfachen Volkes“ setzen sie eine klare Linie zwischen „der Elite“ – damit sind die EU, Politiker*innen, Wohlhabende und oft auch Akademiker*innen gemeint – und dem „einfachen Volk“.

Populist*innen gibt es mit den unterschiedlichsten politischen Gesinnungen. Die Rechts- und Linkspopulist*innen sind am bekanntesten. Jedoch gibt es auch Ökopopulist*innen und Steuerpopulist*innen. Gemeinsam haben sie, dass sie alle eine strikte und klare Meinung vertreten und andersdenkende als Gegner*innen sehen.

Um das Volk zu erreichen emotionalisieren sie Thematiken und provozieren gezielt mit einfach formulierten Parolen. Da sich Politik und Wirtschaft oftmals mit komplizierten Themen auseinandersetzen, welche ein gewisses Maß an Grundbildung und Vorwissen voraussetzt, sprechen sie in klaren, einfachen Sätzen und versuchen sich vom „Politikerdeutsch“ zu distanzieren. In ihren Reden greifen sie die Unzufriedenheit des Volkes auf und bieten für komplizierte Probleme vermeintlich einfache und schnelle Lösungen. Sie versprechen rasche Veränderung und eine Rückkehr zu einer idealen Vergangenheit. 

Wie machtvoll Populismus ist zeigt uns die Geschichte. Hitler nutzte Populismus, um das Volk an ihn zu binden. Er versprach rasche Hilfe nach dem ersten Weltkrieg und schürte das neue Feindbild des Juden. Ein weiteres, aktuelles Beispiel des Populismus ist der Brexit. 2016 wurde in Großbritannien eine Volksabstimmung über den Verbleib in der Europäischen Union durchgeführt. Populist*innen verschärften die negative Stimmung gegen die EU mit Falschnachrichten und Hetze. Erst durch eine Welle der Aufklärung über die Auswirkungen des Brexits nach den Wahlen, bereuten einige ihre Entscheidung für den Brexit gestimmt zu haben.

Was hilft dagegen?

Um politische Falschaussagen zu durschauen und Populismus zu erkennen, muss Bewusstsein für dieses Problem geschaffen werden. Ein wichtiges Mittel gegen den Populismus ist Bildung. Durch Bildung und einfachen Zugang zu verständlichen Informationen kann man sich eine fundierte Meinung zu komplizierten Themen bilden. Populist*innen spielen darauf an, dass das Volk komplizierte Sachverhalte nicht versteht. Durch Bildung und geprüfte Informationen können populistische Aussagen schnell und einfach durchschaut werden. 

Quellen:

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/192118/was-versteht-man-unter-populismus
https://www.derstandard.at/story/2000077878580/was-ist-eigentlich-populismus 

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